Hundies Rezepte

Wer sich ein bisschen mit der Materie "Hundefutter " beschäftigt hat wird feststellen dass die Anforderungen daran in den vergangenen Jahren stark gewachsen sind.

Wo man früher bedenkenlos "Chappi und Co." fütterte gleicht es heute einer Art Religion dem Hund ein artgerechtes, auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Futter zu geben.

 

In alle Richtungen gehend schießen spezielle Futter wie Pilze aus dem Boden .

Mittlerweile gibt es Futtersorten für Retriever, Möpse und Rottweiler, für große Hunde und für Kleine, aktive, trächtige, futterallergische, besonders wählerische und Hunde mit speziellen Bedürfnissen wie nierenschonender Ernährung.

 

Der Markt boomt, Leute die gedankenlos ins Aldiregal greifen werden in Foren gemobbt und beschuldigt ihren Hund nicht richtig zu lieben.

 

Das Thema Hundefutter ist so komplex dass ich mich lieber damit begnügen werde hier abundan das ein oder andere Rezept aus meiner Küche vorzustellen.

Einige der Rezepte sind für Otto-Normalhund gedacht, andere für die eher verfressenen, zum Übergewicht neigenden Exemplare wie Mara eins ist.

 

Die in den Rezepten genannten Zutaten lassen sich beliebig ersetzen.

Spezielle Zutaten wie getrocknete Karotten, Futterzellulose und Gemüseflocken findet man beim Futterhändler seines Vertrauens.

Beim Backen von Hundeplätzchen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt .

 

 

Mehr-Schein-als-sein-Bömbchen

 

Zutaten:

 

1/2 Tasse Luzernepellets

1 Tasse Gemüsemischung (z.B von Haustierkost.de ) sind Gemüseflocken zum Mixen

2 EL Hefeflocken (keine !! aktive Backhefe )

2 TL Kokosflocken (Antiwurmeffekt ;-) )

1 EL geriebenen Hartkäse

1 Stück getrocknete Lunge ( diese wird feingemahlen)

1 Ei

2 EL Sojamehl

1 Tasse Karotten gerieben ( getrocknet - bitte mehr Wasser hinzugeben)

 

lauwarmes Wasser

Vollkornmehl    nach Bedarf für die teigige Konsistenz

 

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit Wasser einrühren.

Vollkornmehl kann bei Bedarf sparsam hinzugegeben werden um eine formbare Konsistenz zu erreichen.

Alternativ kann hierzu Futterzellulose verwendet werden .

 

Mit feuchten Händen Taler formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben.

Auf mittlerer Schiene bei ca. 180 Grad Ober/Unterhitze backen (ca 30 Minuten )

 

Der Geruch der hauptsächlich durch die Luzerne zustande kommt ist durchdringend, aber aushaltbar ;-) Wer einmal versucht hat Leber im Backofen zu trocknen wird dieses Rezept zu schätzen wissen.

 

 

 

Bömbchen

 

 

 

 

Fischtaler

Zutaten:
 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft
Kartoffelflocken (alternativ Purreepulver - bitte auf die Inhaltsstoffe achten)
Karottenflocken
1 Apfel, gerieben
1 Ei
1 EL Weizenkleie
2 EL Haferflocken


Zubereitung:

Bis auf die Kartoffelflocken werden alle Zutaten in einer Schüssel vermengt
Je nachdem ob frische Karotten verwendet werden, oder ob die getrockneten Flocken vorab
gewässert wurden kann die Menge des zuzugebenen Wassers stark variieren.

Gemenge ca 15 Minuten stehen lassen. Nun hat der Apfel Flüssigkeit abgesetzt das man so besser abschätzen kann wieviel Flüssigkeit (Wasser) noch benötigt wird.
Dieses wird schlückchenweise untergerührt.
Sollte der Teig zu nass sein kann man ihn mit Zugabe von weiterem Kartoffelpulver andicken oder ggfs. auf die Zugabe von Futterzellulose zurückgreifen.

Futterzellulose hat den Vorteil keine Kalorien zu haben - ein Segen für alle Labradorbesitzer ;-)

Kügelchen formen und im Backofen bei maximal 160 Grad so lange trocknen lassen bis sie hart sind.

Geruchsresumee hierzu ... Erinnert ein bisschen an Thunfischpizza